Förderung

Das Projekt wird gefördert durch:

Informieren Sie sich über Ihre Rechte!

Die Deutsche Umwelthilfe hat eine Website erstellt, auf der sich Infomationen zum rechtlichen Rahmen der EU-Luftreinhaltepolitik aufrufen lassen
Hier können sich interessierte Verbandsvertreterinnen und -vertreter, regionale Behörden und Kommunen aller europäischen Mitgliedsstaaten sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger umfassend informieren.

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Lexikon der Luftschadstoffe

Foto: Valeska Zepp

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Ammoniak

Ammoniak ist ein stark stechend riechendes, farbloses, wasserlösliches und giftiges Gas. In der Natur entsteht es bei der Zersetzung von abgestorbenen Pflanzen und tierischen Exkrementen. Daneben ist Ammoniak eine der meistproduzierten Chemikalien weltweit, deren größter Teil zu Düngemitteln weiterverarbeitet wird. Für die Produktion wird Stickstoff und Wasserstoff benötigt, dessen Herstellung große Mengen fossiler Energieträger benötigt.

Als Luftschadstoff trägt Ammoniak und sein Umwandlungsprodukt Ammonium erheblich zur Schädigung von Land- und Wasserökosystemen bei. Etwa die Hälfte des in die Luft emittierten reaktiven Stickstoffs wird als Ammoniak emittiert. Ammoniak und Ammonium sind außerdem wesentliche Vorläufersubstanzen für die Bildung von gesundheitsschädlichem Feinstaub.

Die wichtigste Quelle von Ammoniak ist die Landwirtschaft. Hier sind die Tierhaltung sowie die Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdünger auf die Böden verantwortlich. Ammoniak kann auch direkt aus der Pflanze in die Luft gelangen, wenn die Konzentrationen in den Blättern – insbesondere bei frisch gedüngten Pflanzen – zu hoch sind.

Nur etwa fünf Prozent der Ammoniak-Emissionen entstammen anderen Quellen, etwa aus dem Kraftfahrzeugverkehr.