Förderung

Das Projekt wird gefördert durch:

Informieren Sie sich über Ihre Rechte!

Die Deutsche Umwelthilfe hat eine Website erstellt, auf der sich Infomationen zum rechtlichen Rahmen der EU-Luftreinhaltepolitik aufrufen lassen
Hier können sich interessierte Verbandsvertreterinnen und -vertreter, regionale Behörden und Kommunen aller europäischen Mitgliedsstaaten sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger umfassend informieren.

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Lexikon der Luftschadstoffe

Foto: Valeska Zepp

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Feinstaub

Als Feinstaub bezeichnet man Teilchen in der Luft, die nicht sofort zu Boden sinken, sondern eine gewisse Zeit in der Atmosphäre verweilen. Die winzigen Partikel sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Lediglich während bestimmter Wetterlagen wird Feinstaub in Form einer Dunstglocke sichtbar.

Feinstaub wird vor allem durch menschliches Handeln erzeugt: Er entsteht durch Emissionen von Motorfahrzeugen, aus Öfen und Heizungen, aus Energieversorgungs-, Industrie- und Müllverbrennungsanlagen, bei der Metall- und Stahlerzeugung und auch beim Umschlagen von Schüttgütern. Feinstaub kann auch natürlichen Ursprungs sein, beispielsweise als Folge von Bodenerosion oder durch feinen Sahara-Staub, den der Wind nach Europa transportiert. In Ballungsgebieten ist der Straßenverkehr die dominierende Feinstaubquelle. Vorrangig emittieren Dieselmotoren Feinstaub, aber auch der Abrieb von Bremsen und Reifen sowie die Aufwirbelung des Staubes auf der Straßenoberfläche sind mitverantwortlich für eine hohe Feinstaubbelastung in der Luft. An Flüssen und in Hafenstädten sind die Verbrennungsrückstände aus Schiffsmotoren eine große Feinstaubquelle.

Feinstäube in der Atemluft sind diejenigen Luftverunreinigungen, die die größte Auswirkung auf unsere Gesundheit haben. Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation haben das verstärkte Auftreten von Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen bei hoher Feinstaubkonzentration nachgewiesen. Personen mit bereits bestehenden Erkrankungen sind besonders anfällig. Das Umweltbundesamt spricht davon, dass mit Feinstaub belastete Luft die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland um etwa zehn Monate verkürzt.

Man unterscheidet je nach Durchmesser der Rußpartikel zwischen den Feinstaub-Fraktionen PM 10, PM 2,5 und PM 0,1.

Feinstaub PM 10

Als PM 10-Fraktion bezeichnet man die etwas gröberen Stäube mit einem Durchmesser von bis zu 10 Mikrometern.

Feinstaub PM 2,5

Eine Teilmenge der PM 10-Feinstaubfraktion sind die feineren Teilchen, deren Durchmesser weniger als 2,5 Mikrometer beträgt. Diese bezeichnet man als „Feinfraktion“ oder PM 2,5. Die kleinsten von ihnen, mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 Mikrometern – das sind 100 Milliardstel Meter –, sind die ultrafeinen Partikel.

Besonders von der PM 2,5-Fraktion und den ultrafeinen Partikeln geht eine Gefahr für die Gesundheit aus. Die Klein- und Kleinstpartikel können tief ins Lungengewebe eindringen und sogar die Blut-Hirn-Schranke überwinden.

Feinstaub PM 0,1

Die kleinsten Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 Mikrometern – das sind 100 Milliardstel Meter – sind die ultrafeinen Partikel. Besonders von diesen ultrafeinen Partikeln und von der PM 2,5-Fraktion geht eine Gefahr für die Gesundheit aus. Die Klein- und Kleinstpartikel können tief ins Lungengewebe eindringen und sogar die Blut-Hirn-Schranke überwinden.