Der Wert von sauberer Luft

»Saubere Luft lernt man erst zu schätzen, wenn man keine mehr hat«, sagt Lena Hazelhoffer und erzählt von ihrer Zeit in der chinesischen Stadt Wuhan. 

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Was können Sie tun?

Wir haben zusammengestellt, was jeder für bessere Luft tun kann.

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Schadstofflexikon

Im Schadstofflexikon können Sie sich ausführlich über die Entstehung und Wirkung der Luftschadstoffe informieren.

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Gesundheit

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Luftschadstoffe machen krank

Jeder Atemzug füllt die Lungen mit einem halben Liter Luft. Durch Nase und Rachen, Luftröhre und Bronchien inhaliert der Mensch 10.000 Liter Luft am Tag. Neben dem lebenswichtigen Sauerstoff, gelangt dabei auch jede Menge Dreck in den Körper: Feinstaub, Ozon, Ammoniak, Dieselruß, Viren und Bakterien.

Wir nehmen die Schadstoffe beim Atmen auf wie ein Staubsauger. Der Körper ist zum Glück mit Filtersystemen und Abwehrmechanismen ausgestattet. In den Nasenhärchen bleibt grober Staub hängen und landet beim nächsten Niesen im Taschentuch. Aus den Bronchien können wir Partikel aushusten, und die Fresszellen des Immunsystems können sogar Stoffe wieder aus der Blutbahn befördern.

Luftverschmutzung ist dennoch schlecht für unsere Gesundheit: Feinste Schadstoffpartikel dringen duch alle Filter und gelangen in den Organismus. Reizgase wie Ozon oder Stickoxide begünstigen die Entstehung von Asthma und Bronchitis, Dieselruß ist krebserregend. US-Amerikanische Herz-Kreislauf-Experten und Umweltmediziner der Harvard University haben belegt, dass Feinstaub nicht nur das Risiko für Herzinfarkt, sondern auch für einen Schlaganfall erhöht und das Gedächtnis verschlechtert.

Allergisch auf Straßenverkehr

Luftschadstoffe verkürzen laut Umweltbundesamt unsere Lebenserwartung um durchschnittlich zehn Monate. Besonders hoch ist die Belastung in Großstädten. Betroffen sind vor allem Kinder, Ältere und Menschen, die bereits Herkreislaufprobleme, Allergien oder Atemwegserkrankungen haben.

Ein Forscherteam für Gesundheit und Umwelt des Helmholtz Zentrums München fand heraus, dass Kinder, die weniger als 50 Meter von einer viel befahrenen Hauptverkehrsstraße entfernt wohnen, ein bis zu 50 Prozent höheres Risiko haben, an asthmatischer Bronchitis, Heuschnupfen, Ekzemen oder anderen Allergien zu erkranken, als Kinder, die abgeschieden auf dem Land wohnen.

Die Jüngsten trifft es am schlimmsten

Nach neuesten Studienergebnissen schwedischer Forscher des Karolinska Instituts in Stockholm sind besonders Säuglinge gefährdet. Die Forscher fanden heraus, dass eine hohe Schadstoffbelastung bei Kindern, die jünger sind als ein Jahr, zu einer dauerhaften Beeinträchtigung der Lungenfunktion führen kann. Die Forscher hatten bei 1.900 Kindern von Geburt an bis zum achten Lebensjahr den Gesundheitszustand und Allergiestatus ermittelt. Kinder, die bereits im ersten Lebensjahr einer erhöhten verkehrsbedingten Schadstoffbelastung ausgesetzt waren, wiesen noch acht Jahre später deutliche Defizite in ihrer Atemfunktion auf. Besonders schlecht fielen die Lungenfunktionswerte bei Kindern aus, die zusätzlich an allergischem Asthma oder einer Nahrungsmittelallergie litten. Empfehlung der Forscher: Mit Säuglingen nicht an stark befahrenen Straßen spazieren fahren.