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In Sachen Luftreinhaltung beschäftigt sich die Deutsche Umwelthilfe (DUH) vor allem mit den Themen Rußpartikel und Umweltzonen.

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Schadstoffe aus der Industrie

Foto: Markus Kräft/pixelio.de

Die Industrie ist für einen bedeutenden Teil der Gesamtemissionen verschiedener Schadstoffe verantwortlich, beispielsweise Schwefeldioxid, (gröbere) Stäube, Kohlenmonoxid und Stickoxide. Auch bei Schwermetallen wie Blei, Quecksilber oder Dioxin zählen Betriebe der chemische Industrie, Raffinerien, Nahrungsmittelproduzenten oder Müllverbrennungsanlagen zu den Hauptverantwortlichen.

Die Wende brachte die Wende

Seit Anfang der 90er Jahre, also nach der politischen Wende in Ostdeutschland, hat sich der Ausstoß von Schwefeldioxid, grobem Staub, Kohlenmonoxid und Stickoxiden sowie von Schwermetallen deutlich verringert. So gelangte 2010 in Deutschland knapp 92 Prozent weniger Schwefeldioxid in die Luft als 1990. Bei Staub waren es etwa 86 Prozent, beim Kohlenmonoxid 73 Prozent weniger, wie eine Erhebung des Umweltbundesamtes zeigt.

Grund sind unter anderem strengere Grenzwerte von Seiten der EU und der Wirtschaftsumbruch in Osteuropa. Dort wurden beispielsweise alte Anlagen stillgelegt und durch moderne mit weniger Schadstoffemissionen ersetzt, oder ältere Anlagen mit Filter- und Abluftreinigungstechniken nachgerüstet.

Strengere Richtlinie der EU

Die EU verabschiedete im Juli 2010 eine neue Richtlinie zur Begrenzung von Industrieemissionen (IED) – das Ergebnis eines zwei Jahre dauernden Verhandlungsprozesses zur Neuregelung der bis dahin geltenden Richtlinie über die „integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung" (IVU). Die neue Regelung ersetzt und erweitert verschiedene EU-Richtlinien zu Industrieemissionen. Sie soll die Boden-, Wasser- und insbesondere die Luftqualität weiter verbessern, indem sie ein Überschreiten der Schadstoffgrenzwerte stärker sanktioniert als bisher. Deutschland setzt die Vorgaben im Rahmen seines Bundes-Immissionschutzgesetzes um.