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Das Umweltbundesamt (UBA) hat auf seiner Internetseite Daten und Fakten über Landwirtschaft und Umweltschutz zusammengestellt.

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Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft

Foto: istockphoto.com/LindaYolanda

Viele Emissionen aus der Landwirtschaft verursachen Umweltschäden. Am bedeutendsten ist jedoch Ammoniak – hier ist die Landwirtschaft mit 95 Prozent Hauptverursacher. Das Gas entsteht bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzen und tierischer Exkremente. Wesentliche Quellen sind landwirtschaftlich genutzte Böden, die Tierhaltung sowie die Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdünger.

Für über die Hälfte der landwirtschaftlichen Ammoniak-Emissionen ist die Rinderhaltung verantwortlich. Die Schweinehaltung verursacht 22 Prozent. Die hohen Ammoniak-Emissionen sind ein Problem intensiver Massentierhaltung. Viele Tierhalter und Fleischproduzenten verfügen nicht über die landwirtschaftlichen Betriebsflächen, um den anfallende stickstoffhaltigen Mist betriebsnah und umweltverträglich auszubringen.

Saure Böden, überdüngte Seen

Ammoniak und besonders seine in der Luft gebildeten Ammoniumsalze wirken versauernd auf Böden. Weil sie durch Wasser und Wind weiträumig verfrachtet werden, beeinträchtigen sie Waldökosysteme und belasten naturnahe, nährstoffarme Flächen, Seen, Teiche oder Moore mit zu viel Stickstoff. Dort führen sie zur Überdüngung, der sogennanten Eutrophierung.

Ferner verstärkt Ammoniak die Bíldung von Feinstaub und trägt zur Luftverschmutzung auch in entfernten Regionen bei. Es wirkt indirekt auf den Treibhauseffekt, weil etwa zwei Prozent des eingetragenen Ammoniaks zu dem klimawirksamen Lachgas (N2O) umgewandelt werden.

Einfache Maßnahmen helfen

Wer Ammoniak im Stall in hoher Konzentration ausgesetzt ist, schädigt und gefährdet seine Atemwege. Auch für Tiere kann eine hohe Ammoniakkonzentration, die im Stall in Bodennähe zu finden ist, giftig sein.

Zur Verminderung von Ammoniakemissionen gibt es eine Reihe von Maßnahmen: die Abdeckung von Güllelagerbehältern und angemessene Gülleausbringungsverfahren, zurückhaltender Einsatz von Wirtschaftdüngern, Abluftreinigungsanlagen in großen Ställen, die neben Ammoniak auch Stäube zurückhalten.