Broschüre: Heizen mit Holz

Wie Sie die Emissionen beim Heizen mit Holzöfen verringern können, erklärt das Umweltbundesamt in einer kostenlosen Broschüre.

Strom und Energie sparen

Je weniger Energie wir verbrauchen, desto weniger Schadstoffe gelangen in die Luft. Tipps zum Stromsparen und Energieberatung bietet die Deutsche Energie-Agentur (dena) auf dem Internetportal Stromeffizienz. 

 

Strom & Heizung

Foto: Valeska Zepp
  • Eingeheizt und unter Strom

    Welche Luftschadstoffe bei der Stromerzeugung und beim Heizen entstehen. weiterlesen

Eingeheizt und unter Strom

Bei der Stromerzeugung entstehen unter anderem Stickoxide, Schwefeldioxid und Feinstaub – vor allem in Kohlekraftwerken. Durch den Einbau von Filtern und anderen Abgasreinigungs-Techniken wie Rauchgasreinigungsanlagen blasen Kraftwerke allerdings immer weniger Schadstoffe in die Luft. Auch dadurch, dass seit dem Fall des Eisernen Vorhangs Anfang der 90er viele alte Kraftwerke im Osten Deutschlands stillgelegt wurden, ist die Luft besser geworden. Neue Anlagen sind effizienter und in der Regel kommen weniger Schadstoffe aus den Schornsteinen.

Den größten Anteil an den sogenannten energiebedingten Emissionen hat mit etwa 60 Prozent das giftige Gas Kohlenmonoxid. Die Staubemissionen liegen bei drei Prozent. Schwefeldioxid, Stickstoffoxide und Ammoniak tragen zur Versauerung von Böden und Wasser bei – ihr Anteil an den energiebedingten Schadstoffemissionen liegt bei knapp 30 Prozent.

Wer Strom spart oder am besten gleich zu einem Ökostromanbieter wechselt, tut also nicht nur dem Klima, sondern auch der Atemluft etwas Gutes.

Holz staubt

Auch wenn Erdgas, Erdöl oder Briketts in Heizungen verbrannt werden, werden Schadstoffe frei. Der Trend der vergangenen Jahre geht zum Heizen mit Holz. Fürs Klima ist das nicht verkehrt, weil der nachwachsende Rohstoff Holz beim Verbrennen das CO2 freisetzt, das der Baum während des Wachstums aufgenommen hat. Nachteil: Holzheizungen, Öfen und Kamine schicken jede Menge Feinstaub durch den Schornstein. Die Emissionen aus kleinen Holzfeuerungsanlagen sind in Deutschland mit etwa 25.000 Tonnen mittlerweile höher als die aus den Motoren von Autos und Lastwagen. Wie viel Feinstaub tatsächlich in die Atemluft gelangt hängt unter anderem davon ab, wie alt die Heizungsanlage ist, wie gut sie gewartet ist und welche Qualität das verbrannte Holz hat.

Gas- und Ölheizungen produzieren bei gleichem Energiebedarf viel weniger Feinstaub als Holzheizungen, beim Heizen mit Gas entsteht sogar nahezu kein Feinstaub. Zum Vergleich: Bei Ölheizungen liegen die Feinstaubemissionen (PM10) durchschnittlich bei etwas weniger als einem Kilogramm pro Terajoule eingesetzter Energie. Wird naturbelassenes Holz verfeuert, entstehen pro Terajoule im Durchschnitt 102 Kilogramm Feinstaub, das ist die hundertfache Menge.

Wichtig ist deshalb: Wer mit Holz heizen möchte, sollte auf moderne Anlagentechnik achten. Relativ sauber sind beispielsweise Pelletheizungen. Besonders emissionsarme Pelletkessel und -öfen tragen das Umweltzeichen „Blauer Engel" – eine Orientierung für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Alte Öfen haben ausgesorgt

Wie viele Schadstoffe Heizungen in deutschen Privathaushalten produzieren dürfen, regelt die 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV). Sie gibt Grenzwerte vor und bestimmt, welche Brennstoffe in welchen Anlagen erlaubt sind. Die aktuell zulässigen Grenzwerte entsprechen dem Schadstoffausstoß aus modernsten Heizungen. Alte Öfen und Kessel mit hohen Emissionen müssen die Betreiber nach langen Übergangsfristen stilllegen – oder nachrüsten.

Auch Stickstoffoxide entstehen beim Heizen. Allerdings ist der Anteil aus Heizungen in Privathaushalten an den gesamten jährlichen Stickstoffemissionen gering, er liegt in Deutschland bei etwa 6,5 Prozent (knapp 87.000 Tonnen). Bei Stickoxiden ist der Unterschied zwischen Holzheizungen auf der einen und Gas- und Ölheizungen auf der anderen Seite geringer als beim Feinstaub. Doch auch hier zahlt sich moderne Technik gerade beim Heizen mit Öl und Gas aus: Je neuer die Anlage, desto weniger Stickoxidemissionen.