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Verkehr

Foto: Sebastian Hoff
  • Welche Schadstoffe bläst der Verkehr in die Luft?

    Eine der Hauptquellen für Staub und Stickoxide ist der Verkehr, vor allem der Straßenverkehr. Aber auch Binnenschiffe und die Hochseeschifffahrt verursachen dreckige Luft.

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Welche Schadstoffe bläst der Verkehr in die Luft?

Eine der Hauptquellen für Staub und Stickoxide ist der Verkehr, vor allem der Straßenverkehr. Der Staub kommt nicht nur in Form von Klein- und Kleinstpartikeln aus Auspuffen, sondern entsteht auch durch Reifenabrieb, beim Bremsen oder wird von der Straße aufgewirbelt. Gingen 1990 noch 83 Prozent der gesamten Staubemissionen – also gröberer Staub und Feinstaub – aufs Konto des Straßenverkehrs, waren es 2010 knapp 94 Prozent. Der gesamte Verkehrsbereich war 2010 für 23 Prozent der Feinstaubpartikel PM 2,5 verantwortlich, für 18 Prozent der Partikel PM 10 und für 45 Prozent der gesamten Stickoxid-Emissionen.

Vor allem beim Verbrennen von Diesel entstehen krankmachende Rußpartikel und Stickoxide. Doch auch Benziner mit Direkteinspritzung sind problematisch. Die Direkteinspritzung verursacht ultrafeine Staubpartikel, die sogar über dem geltenden Grenzwert für neue Diesel-Pkw liegen. Die EU will daher künftig auch bei direkteinspritzenden Benzinmotoren die Partikelanzahl begrenzen.

Abgasvorschriften seit Anfang der 70er

Dass Autos nicht unbegrenzt Schadstoffe in die Luft pusten dürfen, hat die Europäische Gemeinschaft Anfang der 70er Jahre geregelt. 1970 traten die ersten einheitlichen Abgasvorschriften in Kraft, die zunächst den Ausstoß von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffen begrenzten. 1977 kamen Stickstoffoxide hinzu, 1988 Rußpartikel. Für Lastwagen und Busse gelten seit 1988 europaweit festgelegte Abgasnormen, für Motorräder und Mopeds seit 1997.
Seitdem werden die sogenannten Euro-Normen stufenweise verschärft. Neue Pkw müssen zurzeit die Euro 5-Norm erfüllen, ab September 2014 dann Euro 6

Diese Abgasvorschriften führen zu besserer Umwelttechnik in Neufahrzeugen. Und durch die Einrichtung von Umweltzonen rüsten Fahrzeughalter ältere Dieselfahrzeuge zunehmend mit Rußpartikelfiltern nach. Das und die immer bessere Kraftstoffqualität bewirken, dass die einzelnen Fahrzeuge immer weniger Schadstoffe – Schwefeldioxid, Stickoxide oder Rußpartikel – in die Luft blasen. Allerdings wird dieser Erfolg dadurch zunichte gemacht, dass gleichzeitig immer mehr Autos, Motorräder und Lastwagen auf den Straßen unterwegs sind.

Die Abgaslast der Laster

Besonders der Straßengüterverkehr nimmt zu. Immer mehr Lastwagen sind immer weiter durch Europa unterwegs. Aus ihren größeren Motoren kommen etwa ein Drittel mehr Feinstaubpartikel pro Kilometer als aus Pkw-Motoren. Es gibt zwar bereits Filtertechniken auch für Lkw, doch die aktuellen EU-Gesetze verpflichten Spediteure noch nicht zur Nachrüstung. Ab diesem Jahr müssen allerdings neu gebaute Lkw einen Partikelfilter haben.

Insgesamt verursacht der Gütertransport auf der Bahn erheblich weniger Luftschadstoffe als der Transport per Lkw – oder auch per Binnenschiff. Das liegt vor allem daran, dass die Binnenschiffsflotte ziemlich veraltet ist. Mit einem Durchschnittsalter von mehr als 50 Jahren stoßen die Schiffe zurzeit zu viele Stickoxide, Rußpartikel und Kohlenmonoxid aus.

Ruß ahoi

Die Hochseeschifffahrt ist ein weiterer Verursacher dreckiger Luft. Außerhalb sogenannter „Emission Control Areas“ dürfen die Schiffe mit Schweröl fahren, einem Abfallprodukt der Erdölförderung. Dieser Treibstoff hat einen Schwefelgehalt von bis zu 3,5 Prozent – herkömmlicher Pkw- und Lkw-Diesel enthält lediglich 0,001 Prozent Schwefel. Innerhalb der „Sulphur Emission Control Areas" dürfen seit Anfang 2010 nur noch Treibstoffe mit einem Schwefelanteil von maximal 1 Prozent verbrannt werden. Und in allen europäischen Häfen sind seitdem nur noch Marinedieselöle erlaubt, die einen Schwefelmassenanteil von höchstens 0,1 Prozent haben. Für dicke Luft sorgen die Schiffe trotzdem.